Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Hochzeitsfotografie

Kath­rin Schierl

I. Zah­lungs­be­din­gun­gen

Das ge­mäß Auf­trag ver­ein­bar­te Ho­no­rar wird in 2 Teil­be­trä­gen fäl­lig. Der ers­te Teil­be­trag i.H.v. 50 % des Ho­no­rars ist in­ner­halb von 14 Ta­gen ab Auf­trags­er­tei­lung zu zah­len. Der zwei­te Teil­be­trag i.H.v. wei­te­ren 50% ist bis zwei Ta­ge nach der Hochzeit/​Leistungsdatum zu zah­len. Er­folgt die Hoch­zeits­be­glei­tung an meh­re­ren Ter­mi­nen (z.B. Stan­des­amt und Fei­er), so ist der zwei­te Teil­be­trag zwei Ta­ge nach dem ers­ten Leistungsdatum/​Hochzeitstag zu zah­len. Über bei­de Teil­be­trä­ge wird ei­ne ge­son­der­te Rech­nung ge­stellt. Zahlt der Auf­trag­ge­ber zum ver­ein­bar­ten Ter­min nicht, oder nicht voll­stän­dig, so tritt auch oh­ne Mah­nung Ver­zug mit den ge­setz­li­chen Ver­zugs­fol­gen ein. Ins­be­son­de­re sind die ge­setz­li­chen Ver­zugs­zin­sen zu zahlen.

Der Auf­trag­ge­ber ist ab­wei­chend von § 641 BGB vorleistungspflichtig.

II. An­nah­me­frist, Ver­spä­te­te Vertragsannahme

Die An­nah­me des Ver­tra­ges hat in­ner­halb von 7 Ta­gen nach Zu­gang des An­ge­bots beim Auf­trag­ge­ber zu er­fol­gen. Für die frist­ge­rech­te An­nah­me ist wie­der­um der Zu­gang der An­nah­me­er­klä­rung beim Auf­trag­neh­mer maß­geb­lich. Ei­ne in die­sem Sin­ne ver­spä­te­te An­nah­me gilt als neu­er An­trag des Auf­trag­ge­bers. Die­ser An­trag kann vom Auf­trag­neh­mer nach frei­en Stü­cken an­ge­nom­men oder ab­ge­lehnt wer­den. So­weit nichts an­de­res in min­des­tens Text­form ver­ein­bart wur­de, hat die An­nah­me in­ner­halb von 10 Ar­beits­ta­gen (=Mo-Fr) zu er­fol­gen. Die An­nah­me ist dem Auf­trag­ge­ber in glei­cher Frist mit­zu­tei­len. Die An­nah­me­er­klä­rung und de­ren Zu­gang sind al­ler­dings kei­ne Vor­aus­set­zun­gen für die Wirk­sam­keit des Ver­trags­schlus­ses, son­dern die­nen al­lein der In­for­ma­ti­on des Auftraggebers.

III. Rück­tritts­recht für Auf­trag­neh­mer bei ver­spä­te­ter Anzahlung

a) Soll­te der ers­te Teil­be­trag in­ner­halb der ver­ein­bar­ten Frist nicht an den Auf­trag­neh­mer ge­zahlt wer­den, tritt oh­ne wei­te­re Mah­nung Ver­zug mit den ge­setz­li­chen Ver­zugs­fol­gen ein. Ins­be­son­de­re ist der Be­trag gem. § 288 BGB zu verzinsen. 

b) Dem Auf­trag­neh­mer steht au­ßer­dem bei Nicht­zah­lung der ers­ten Teil­zah­lung zum ver­ein­bar­ten Ter­min ein so­for­ti­ges ein­sei­ti­ges Rück­tritts­recht zu. Ei­ner Frist­set­zung be­darf es zur wirk­sa­men Aus­übung des Rück­tritts­rechts nicht. Die Aus­übung die­ses Rück­tritts­rechts be­rech­tigt den Auf­trag­ge­ber nicht zum Scha­dens- oder Aufwendungsersatz.

IV. Nut­zungs­recht

a) Dem Auf­trag­ge­ber wird für die Nut­zung des ge­mäß vor­ste­hen­der Ver­ein­ba­rung über­ge­be­nen Bild­ma­te­ri­als ein ein­fa­ches und zeit­lich un­be­fris­te­tes Nut­zungs­recht ein­ge­räumt. Das ein­fa­che Nut­zungs­recht be­inhal­tet das Recht, die Bild­da­ten für die Er­stel­lung von Druckerzeug­nis­sen jeg­li­cher Art zu nut­zen, di­gi­tal zu ver­viel­fäl­ti­gen und für nicht kom­mer­zi­el­le Zwe­cke zu ver­öf­fent­li­chen. Die ver­ein­bar­te Nut­zung be­inhal­tet auch die Wei­ter­ga­be an Drit­te, wie Hoch­zeits­gäs­te zum Zwe­cke de­rer pri­va­ten Nut­zung in v.g. Sin­ne. Das ver­ein­bar­te Nut­zungs­recht um­fasst al­ler­dings aus­drück­lich nicht die Wei­ter­ga­be und Über­tra­gung von Rech­ten zur ge­werb­li­chen Nut­zung, sei sie ent­gelt­lich oder un­ent­gelt­lich. Die Wei­ter­ga­be an Drit­te, wie z.B. an­de­re Hoch­zeits­dienst­leis­ter zu de­ren kom­mer­zi­el­ler Nut­zung ist aus­drück­lich kei­ne ver­trags­ge­mä­ße Nut­zung und nicht er­laubt. Dies gilt auch, wenn das Bild­ma­te­ri­al von den Auf­trag­ge­bern oder Drit­ten ver­än­dert bzw. ver­ar­bei­tet wurde.

b) Die Über­tra­gung des v.g. Nut­zungs­rechts steht un­ter der auf­schie­ben­den Be­din­gung der voll­stän­di­gen Be­zah­lung des Fotografenhonorars. 

c) So­weit die Fo­tos vom Auf­trag­ge­ber in so­zia­len Netz­wer­ken ge­nutzt wer­den, ist der Auf­trag­neh­mer als Ur­he­ber zu nen­nen oder zu verlinken.

V. Be­schaf­fen­heit und Lieferfristen

a) Für den Nor­mal­fall, dass die Re­por­ta­ge in dem ver­ein­bar­ten zeit­li­chen Um­fang durch­ge­führt wur­de und durch­gän­gig oh­ne Be­hin­de­rung fo­to­gra­fiert wer­den konn­te, ver­spricht der Auf­trag­neh­mer bei Hoch­zeits­re­por­ta­ge bis zu 8 Stun­den je Ter­min die Über­ga­be von min­des­tens 40 Fo­tos je Stun­de als JPEG-Da­tei. Bei Re­por­ta­gen von mehr als 8 Stun­den ver­spricht der Auf­trag­neh­mer die Über­ga­be von min­des­tens 30 Fo­tos je Stun­de als JPEG-Da­tei. Die Aus­wahl der an den Auf­trag­ge­ber zu über­ge­ben­den JPEG-Da­tei­en ob­liegt al­lein dem Auf­trag­neh­mer. Der Auf­trag­neh­mer ach­tet dar­auf, dass durch die ge­trof­fe­ne Aus­wahl der Hoch­zeits­tag durch­gän­gig, mit Aus­nah­me der rei­nen Es­sens­zei­ten, ab­ge­bil­det wird. Zur Ab­ga­be be­stimm­ter Ein­zel­mo­ti­ve ist er je­doch nicht ver­pflich­tet. Die Ori­gi­na­le im RAW-For­mat (di­gi­ta­les Ne­ga­tiv) wer­den nicht über­ge­ben und ver­blei­ben beim Auf­trag­neh­mer. Der Auf­trag­neh­mer ist aus­drück­lich nicht zur Ar­chi­vie­rung der RAW-Da­ten oder der JPEG-Da­ten ver­pflich­tet. Ei­ne an­der­wei­ti­ge Ver­ein­ba­rung be­darf min­des­tens der Text­form und der Zah­lung ei­nes Zusatzhonorars.

b) Das zu über­ge­ben­de Fo­to­ma­te­ri­al wird vom Auf­trag­neh­mer nach sei­nem fach­li­chen Er­mes­sen be­ar­bei­tet („Edi­t­ing“). Hier­bei steht ihm im Rah­men der an­er­kann­ten fach­li­chen Re­geln ein künst­le­ri­scher Frei­raum zu. Ei­ne Re­tu­sche, wie ins­be­son­de­re Ver­for­mung von Kör­per­tei­len, Ent­fer­nung von Ge­gen­stän­den, Haut­ver­bes­se­rung etc. wird hin­ge­gen nur nach zu­sätz­li­cher Be­auf­tra­gung und ge­gen ein zu­sätz­li­ches Ho­no­rar durchgeführt.

c) Ge­rin­ge Farb­ab­wei­chun­gen so­wie Un­ter­schie­de in der Dar­stel­lung von Kon­trast und Hel­lig­keit bei Print­pro­duk­ten sind pro­duk­ti­ons­be­dingt nor­mal und stel­len kei­nen Man­gel dar. Dies gilt so­wohl in Be­zug auf die Über­ga­be der Fo­tos in di­gi­ta­ler Form als auch als fer­ti­ges Print­pro­dukt, wie Al­ben, Wand­bil­der, Dan­kes­kar­ten, Aus­be­lich­tun­gen etc.

d) Die Fo­tos als Jpg-Da­tei wer­den in­ner­halb von acht Wo­chen nach dem letz­ten ver­ein­bar­ten Leistungsdatum/​Hochzeitstag an den Auf­trag­ge­ber in ge­eig­ne­ter Form übergeben.

VI. Fix­ge­schäft, ge­än­der­ter Leistungsort

a) Die fo­to­gra­fi­sche Hoch­zeits­be­glei­tung durch den Auf­trag­neh­mer ist ein ab­so­lu­tes Fix­ge­schäft. Die Leis­tung kann nur am ver­ein­bar­ten Leistungsdatum/​Hochzeitstag er­bracht wer­den. Kann die fo­to­gra­fi­sche Leis­tung des­halb nicht er­bracht wer­den, weil die Hoch­zeit, egal aus wel­chen Grün­den, an die­sem Tag nicht statt­fin­det, so sind dies Um­stän­de im Sin­ne des § 326 Abs. 2 BGB für die der Auf­trag­ge­ber al­lein oder weit über­wie­gend ver­ant­wort­lich ist. In die­sem Sin­ne über­nimmt der Auf­trag­ge­ber aus­drück­lich auch das Ri­si­ko für den co­ro­nabe­ding­ten Aus­fall der Hoch­zeit. Hier­von aus­ge­nom­men ist je­doch der Aus­fall der Hoch­zeit auf­grund ei­nes To­des­falls na­her An­ge­hö­ri­ger ers­ten Gra­des so­wie schwe­rer Krank­heit oder Tod der Braut und/​oder des Bräu­ti­gams. So­weit der Auf­trag­ge­ber nach v.g. Ver­ein­ba­rung für die Un­mög­lich­keit ver­ant­wort­lich ist, rich­te­te sich die Hö­he des in die­sem Fall zu zah­len­den Aus­fall­ho­no­rars nach den ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen, § 326 BGB. Auf Grund­la­ge des § 326 Abs. 2 S. 2 BGB wird ver­mu­tet, dass dem Auf­trag­neh­mer nach Ab­zug der er­spar­ten Auf­wen­dun­gen ein Aus­fall­ho­no­rar i.H.v. 80 vom Hun­dert des ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Ho­no­rars zu­steht. Der Nach­weis ei­nes hö­he­ren bzw. nied­ri­ge­ren Aus­fall­ho­no­rars bleibt möglich.

b) Fin­det die Hoch­zeit an ei­nem an­de­ren Ort als dem im Auf­trag an­ge­ge­be­nen Ort statt, so kann der Auf­trag­neh­mer für ei­ne län­ge­re An­fahrt Er­satz der hier­für zu­sätz­lich not­wen­di­gen Auf­wen­dun­gen ver­lan­gen. Im Zwei­fel ist da­von aus­zu­ge­hen, dass je zu­sätz­lich ge­fah­re­nem Ki­lo­me­ter 1 € zu er­stat­ten sind. Der Nach­weis hö­he­rer oder nied­ri­ge­rer Kos­ten bleibt mög­lich. Ab ei­ner Ge­samt­ent­fer­nung von 170 km zum Wohn­ort des Auf­trag­neh­mers ist ihm au­ßer­dem von dem Auf­trag­ge­ber auf des­sen Kos­ten für zwei Näch­te ei­ne an­ge­mes­se­ne Über­nach­tungs­mög­lich­keit zu stellen.

c) Der Auf­trag­ge­ber stellt si­cher, dass an den vor­ge­ge­be­nen Lo­ca­ti­ons, wie ins­be­son­de­re Kir­che, Stan­des­amt, Fei­er­lo­ca­ti­on, Paar­shoot­lo­ca­ti­on, zu den vor­ge­ge­be­nen Zei­ten, wie ins­be­son­de­re wäh­rend der Trau­ung, fo­to­gra­fiert wer­den darf. Ist das Fo­to­gra­fie­ren we­gen ei­nes Ver­bo­tes des je­weils Be­rech­tig­ten in v. g. Sin­ne kom­plett nicht mög­lich, sind dies Um­stän­de, die im Sin­ne des § 326 BGB al­lein vom Auf­trag­ge­ber zu ver­tre­ten sind. Es gilt die Ver­ein­ba­rung un­ter Ziff. VI a) ent­spre­chend. Ab­wei­chend hier­von kön­nen die Par­tei­en ver­ein­ba­ren, dass die auf­grund des Ver­bo­tes aus­ge­fal­le­ne Shoo­ting­zeit zu ei­nem an­de­ren Ter­min oder im An­schluss an die ver­ein­bar­te Shoo­ting­zeit nach­ge­holt wer­den kann. Die Text­form ist hier­zu nicht erforderlich.

VII. Freie Kün­di­gung durch Auf­trag­ge­ber – Ausfallhonorar

a) Wird der Auf­trag durch den Auf­trag­ge­ber vor der Leis­tungs­er­brin­gung durch den Auf­trag­neh­mer ge­kün­digt, so ist der Auf­trag­neh­mer be­rech­tigt, die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung zu ver­lan­gen. Er muss sich je­doch das­je­ni­ge an­rech­nen las­sen, was er in­fol­ge der Auf­he­bung des Ver­trags an Auf­wen­dun­gen er­spart oder durch an­der­wei­ti­ge Ver­wen­dung sei­ner Ar­beits­kraft er­wirbt oder zu er­wer­ben bös­wil­lig un­ter­lässt. Es wird ab­wei­chend von § 648 S. 3 BGB ver­mu­tet, dass da­nach dem Auf­trag­neh­mer 80 vom Hun­dert der auf den noch nicht er­brach­ten Teil der Werk­leis­tung ent­fal­len­den ver­ein­bar­ten Ver­gü­tung (Ho­no­rar gem. Auf­trag) zu­ste­hen. Dies ist in­ter­es­sen­ge­recht, weil im Un­ter­schied zu an­de­ren Werk­leis­tun­gen der preis­bil­den­de Fak­tor bei fo­to­gra­fi­schen Leis­tun­gen im We­sent­li­chen die Ar­beits­leis­tung des Fo­to­gra­fen und nicht der An­teil der Stoff­kos­ten ist. Der Nach­weis hö­he­rer oder nied­ri­ge­rer Auf­wen­dungs­ein­spa­run­gen bleibt den Par­tei­en möglich.

b) Er­folgt die Kün­di­gung zu ei­nem Zeit­punkt, zu dem be­reits Teil­leis­tun­gen er­bracht wur­den, so sind die er­brach­ten Leis­tun­gen nach Ist-Stand voll zu ver­gü­ten. Für die zum Zeit­punkt der Kün­di­gung noch nicht er­brach­ten Leis­tun­gen gilt Ziff. VII. a) entsprechend.

VIII. Pflicht zur per­sön­li­chen Leistungserbringung

Die fo­to­gra­fi­sche Be­glei­tung am Hoch­zeits­tag kann nur durch den Auf­trag­neh­mer er­fol­gen. Dem Auf­trag­ge­ber ist be­wusst, dass der Auf­trag­neh­mer kei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on vor­hält, die im Fall der per­sön­li­chen Ver­hin­de­rung ei­nen Er­satz­fo­to­gra­fen ga­ran­tiert. Zu ei­ner ent­spre­chen­den Or­ga­ni­sa­ti­on ist der Auf­trag­neh­mer auch nicht ver­pflich­tet. Nichts des­to trotz wird sich der Auf­trag­neh­mer ent­spre­chend sei­ner kon­kre­ten Mög­lich­kei­ten bei ei­ner per­sön­li­chen Ver­hin­de­rung be­mü­hen ei­nen Er­satz­fo­to­gra­fen zu stel­len bzw. vor­zu­schla­gen. Hier­auf hat der Auf­trag­ge­ber je­doch kei­nen Anspruch.

Ist die per­sön­li­che Leis­tungs­er­brin­gung nicht mög­lich, so tritt Un­mög­lich­keit mit den ge­setz­li­chen Fol­gen ein.

Die Par­tei­en sind sich dar­über ei­nig, dass die vor­ge­schla­ge­nen Er­satz­fo­to­gra­fen nicht für den Auf­trag­neh­mer tä­tig wer­den. Die Aus­wahl und Be­auf­tra­gung ei­nes Er­satz­fo­to­gra­fen er­folgt al­lein durch den Auf­trag­ge­ber. Zu ei­ner Be­auf­tra­gung ei­ner der vor­ge­schla­ge­nen Fo­to­gra­fen ist der Auf­trag­ge­ber nicht verpflichtet.

IV. Haf­tung des Auftragnehmers

a) Der Auf­trag­neh­mer haf­tet nur für vor­sätz­li­che und grob fahr­läs­si­ge Pflicht­ver­let­zun­gen, so­fern die­se kei­ne ver­trags­we­sent­li­chen Pflich­ten, Schä­den aus der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit oder Ga­ran­tien be­tref­fen oder An­sprü­che aus dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz be­trof­fen sind. Glei­ches gilt für Pflicht­ver­let­zun­gen der Er­fül­lungs­ge­hil­fen des Auftragnehmers.

b) Der Auf­trag­neh­mer haf­tet nicht für sei­ne Sub­un­ter­neh­mer. Die An­sprü­che des Auf­trag­neh­mers ge­gen die Sub­un­ter­neh­mer wer­den al­ler­dings an den Auf­trag­ge­ber abgetreten.

X. Da­ten­schutz­er­klä­rung

Der Auf­trag­ge­ber ver­pflich­tet sich, die vom Auf­trag­neh­mer über­ge­be­ne Da­ten­schutz­er­klä­rung recht­zei­tig vor dem Be­ginn der Fo­to­auf­nah­men an sei­ne Hoch­zeits­gäs­te und Hoch­zeits­dienst­leis­ter wei­ter­zu­ge­ben. Der Auf­trag­ge­ber stellt den Auf­trag­neh­mer von For­de­run­gen Drit­ter frei, die dar­aus re­sul­tie­ren, dass die Da­ten­schutz­er­klä­rung nicht wie ver­ein­bart wei­ter­ge­ge­ben wurde.

XI. Ur­he­ber­recht des Fotografen

Ur­he­ber- und Leis­tungs­schutz­rech­te gem. §§ 1, 2 Abs. 2ff UrhG, so­wie § 72 UrhG ste­hen al­lein dem Auf­trag­neh­mer zu. Dem Auf­trag­ge­ber wird al­ler­dings ein gem. Ziff. V. nä­her be­schrie­be­nes Nut­zungs­recht ein­ge­räumt. Es wird klar­stel­lend dar­auf hin­ge­wie­sen, dass hier­nach dem Auf­trag­ge­ber vom Auf­trag­neh­mer zwar ein Recht zur nicht­kom­mer­zi­el­len Ver­öf­fent­li­chung ein­ge­räumt wird, der Auf­trag­neh­mer al­ler­dings nicht auf sein Recht auf An­er­ken­nung der Ur­he­ber­schaft gem. § 13 UrhG z.B. durch Na­mens­nen­nung, Ver­lin­kung etc. ver­zich­tet. Der Auf­trag­neh­mer hat au­ßer­dem gem. § 14 UrhG ein Recht dar­auf, dass sein Werk nicht be­ein­träch­tigt oder ent­stellt wird. In die­sem Sin­ne ist ins­be­son­de­re die Bild­be­ar­bei­tung durch den Auf­trag­ge­ber nicht ge­stat­tet. Ei­ne un­zu­läs­si­ge Be­ar­bei­tung stellt ins­be­son­de­re die Hin­zu­fü­gung von Fil­tern, die SW-Um­wand­lung o.ä. dar.

XII. Sal­va­to­ri­sche Klausel

a) Soll­ten ein­zel­ne Be­stim­mun­gen die­ses Ver­tra­ges un­wirk­sam oder un­durch­führ­bar sein oder nach Ver­trags­schluss un­wirk­sam oder un­durch­führ­bar wer­den, bleibt da­von die Wirk­sam­keit des Ver­tra­ges im Üb­ri­gen un­be­rührt. An die Stel­le der un­wirk­sa­men oder un­durch­führ­ba­ren Be­stim­mung soll die­je­ni­ge wirk­sa­me und durch­führ­ba­re Re­ge­lung tre­ten, de­ren Wir­kun­gen der wirt­schaft­li­chen Ziel­set­zung am nächs­ten kom­men, die die Ver­trags­par­tei­en mit der un­wirk­sa­men bzw. un­durch­führ­ba­ren Be­stim­mung ver­folgt ha­ben. Die vor­ste­hen­den Be­stim­mun­gen gel­ten ent­spre­chend für den Fall, dass sich der Ver­trag als lü­cken­haft erweist.

b) Das Ver­trags­ver­hält­nis un­ter­liegt dem deut­schen Recht.

c) Münd­li­che Ver­ein­ba­run­gen au­ßer­halb die­ses Ver­tra­ges und sei­ner An­la­gen wer­den nicht ge­trof­fen, es sei denn sol­che Ver­ein­ba­run­gen sind nach vor­lie­gen­dem Ver­trag vor­ge­se­hen. Je­de Än­de­rung oder Er­gän­zung des Ver­tra­ges be­darf zu ih­rer Rechts­wirk­sam­keit der Ver­ein­ba­rung in min­des­tens Text­form, es sei denn, im vor­lie­gen­den Ver­trag ist dies an­ders ge­re­gelt. Die Ver­län­ge­rung der Re­por­ta­ge­zeit kann in Ab­wei­chung hier­von form­los erfolgen.